Die Wiese

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Einfach mal abschalten… das kann man gut auf einer Wiese. Doch nur in der (halbwegs) unberührten Natur ist die Umwelt frei von Hektik, Erreichbarkeit und Lärm. So habe ich überlegt, dass genau dieser Lernort Wiese geeignet wäre um dort die Emotionen und Gedanken der sich dort Befindenden einzufangen. Die Probanden sollten ganz frei und entspannt äußern können, was sie dort emotional und allgemein an dem Standort anregt.

von Annika Beil

Lernort Wiese

Anders als ein Wald oder ein einfacher Rasen besitzt eine Wiese eine Idylle, die durch Blumen, unterschiedlich hohes Gras und (meistens) die Weitläufigkeit hervorgerufen wird. Durch das Liegen in einer Wiese an einem schönen Sommertag entspannt man relativ schnell und kann seinen Gedanken freien Lauf lassen. Es ist möglich in dieser Situation etwas über sich selbst zu lernen, z.B.: Man braucht auch einmal Zeit für sich allein und muss abschalten von seinen Verpflichtungen; dass man entspannen kann; usw.

Auf der anderen Seite ist es auch möglich die Wiese dank ihrer positiven Eigenschaften als Lernort zu benutzen. Was dieses Lernen so besonders macht, erklären zwei Probandinnen im Folgenden.

Befragung

Um zu wissen wie andere Menschen die Wiese wahrnehmen, habe ich mich mit zwei Probandinnen auf eine Wiese gelegt und sie gefragt was sie dabei empfinden, riechen oder fühlen. Beide sind Studentinnen an der Europa Universität Flensburg und 23 und 25 Jahre alt. Dieses Interview mit den zwei Frauen habe ich als eines zusammen gefasst, da beide meist gleichzeitig geantwortet haben oder die Vorrednerin ergänzt haben. Während des Durchlesens des Textes sollte man die beiden Bilder immer mal wieder intensiv betrachten, um nachzuvollziehen wie sich die Frauen gefühlt haben.

 „Zum Kopf frei kriegen zwischen den Veranstaltungen. Oder nach der Uni. Man bekommt den Kopf schön frei. Man entspannt.

der Himmel über der Wiese

 

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aus der Perspektive der Probandinnen

Ich rieche auf dieser Wiese Sommerluft, frisch gemähtes Gras. Das mag ich besonders gern. Ich finde daraus sollte man Duftbeutel machen. Ich spüre die Sonne an den Beinen. Aber nicht zu viel, zu viel Sonne ist auch nicht gut. Vor allem die Wolken langsam weiter ziehen zu sehen ist wie Kino. Die Ruhe ist schön. Wie man die Bäume rascheln hört. Man fühlt sich so wie im heimischen Garten. Ich finde es ist immer so richtig schön, barfuß durchs Gras zu laufen.

Eine Wiese als Lernort ist natürlich hervorragend, weil man nicht durch andere Sachen wie Computer oder Bücher oder den Hausputz abgelenkt wird. Man fühlt sich nicht dazu gezwungen mal eben kurz ab zu wischen, weil es alles besser ist als zu lernen. Oder was für die Uni zu machen.

Man hat auch nicht so das Gefühl so zu lernen, wenn man am Schreibtisch sitzt. Man sitzt nicht so in einer Position: Man kriegt Rückenschmerzen wenn man auf dem Stuhl sitzt. Auf einer Wiese ist alles viel besser. Und die Ruhe. Man wird ja nicht abgelenkt, hervorragend ist das.“

Fazit

Die Probandinnen erkennen die Wiese als Lernort an und beschreiben ihn mit durchweg positiven Merkmalen. So fühlt sich die eine wie in den heimischen Garten versetzt und genießt dieses Gefühl. Weiterhin nennen sie die Ruhe und die Ablenkung vom Alltag sowie die gesündere Haltung als auf einem Stuhl. Zwischen den Antworten haben sich die Probandinnen Zeit gelassen, da sie innerlich anscheinend sehr ruhig waren und diesen Zustand auf der Wiese zu liegen sehr genossen haben. Der Lernort Wiese wurde angenommen und sogleich umgesetzt, da beide Stoff zum Lesen mit hatten:

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