Stadtbild aus der Sicht eines Straßenkünstlers

färtEine typische Innenstadt: Viele Menschen hetzten aneinander vorbei und wollen möglichst schnell von Punkt A zu Punkt B.Flüchtige Blicke streifen sich und wandern dann wieder ins Leere.Und in ihrer geistigen Abwesenheit bemerken die Leute nicht, was sich um sie herum abspielt.

Dabei übersehen sie oft Menschen ohne die ein Stadtbild (in meinen Augen) nicht authentisch wäre. Straßenkünstler.

Oft werden sie von den Passanten nicht wahrgenommen. Manche Passanten wollen sie vermutlich auch nicht bewusst wahrnehmen. Doch sitzen sie viele Stunden an ihren Stammplätzen und spielen Gitarre, porträtieren Menschen oder stehen als lebendige Statuen in der Gegend.

Die folgende Aufgabe könnte man am besten mit einer höheren Klassenstufe (ab 9. Klasse) in einer größeren Stadt/Großstadt durchführen:

Sucht nach Straßenkünstlern und interviewt sie.Warum sind sie Straßenkünstler? Wie fühlen sie sich dabei? Wie nehmen sie die Stadt in Bezug auf sich war? Warum sind sie an genau diese Stelle zu finden?

Präsentiert anschließend eure gesammelten Ergebnisse. Gerne auch in Anwesenheit der Künstler.

Im Anschluss präsentieren die Schüler ihre Ergebnisse in der Klasse in einer beliebigen Form. Gerne auch in Anwesenheit der Künstler.

Im Anschluss präsentieren die Schüler ihre Ergebnisse in der Klasse in einer beliebigen Form. Gerne auch in Anwesenheit der Künstler.

Im nächsten Schritt führen sie selbst eine Performance im öffentlichen Raum durch. Diese muss nicht besonders aufwändig sein. Man kann sich mit einer Staffelei in die Fußgängerzone setzen und anfangen zu malen. Man kann sich einen Einhorn-Anzug anziehen und über den Marktplatz springen. Man kann sich auch eine Gitarre schnappen, ein Lied singen und die Gitarre anschließend zertrümmern.

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Kinder spielen bei einem Straßenkonzert

 

Je nach Aktion und Intention können die Schüler natürlich verschiedene Requisiten benutzen.

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Hähnchenhut: gut geeignet für eine dadaistische Performance

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Bierhut: ebenfalls ein brauchbares Utensil

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Anschluss berichten die Schüler über ihre Erfahrungen bei der Performance.

Bei der Performance kommt es auf die Erfahrung an. Was ist euch aufgefallen? Wie habt ihr die Stadt und die Passanten wahrgenommen? Wie sind sie mit euch umgegangen? Wie habt ihr euch gefühlt als ihr beobachtet/ignoriert wurdet? Decken sich eure Erfahrungen mit denen der interviewten Straßenkünstler?

Durch die Aufgabe soll die Wahrnehmung sensibilisiert, die Hemmschwelle der Schüler gesenkt und das Selbstbewusstsein erhöht werden. Wenn man weiß, wie es ist als Straßenkünstler behandelt zu werden, nimmt man diese anders war.

Und wenn man vor fremden Menschen eine Performance durchführen kann, kann man  eventuell leichter vor seiner Klasse präsentieren.

 

Alexander Maul