Transformation eines Alltagsgegenstandes

Wenn dieRegen ersten Tropfen fallen,
lustig auf das Pflaster knallen,
blühen sie wie Blumen auf.
Bunt gestreifte, bunt gefleckte,
bunt getupfte, bunt gescheckte
nehmen fröhlich ihren Lauf.
Seit die ersten Tropfen fielen,
schweben sie auf dünnen Stielen,
leuchtend, schimmernd, rund und glatt.
Bunt gestreifte, bunt gefleckte,
bunt getupfte, bunt gescheckte
Schirme blühen in der Stadt.    (Vera Ferra-Mikura)

Alltagsgegenstand gleich Alltagsgegenstand? Alltagsgegenstand gleich Kunst?

Der Regenschirm ist im Kontext der Stadtregistrierung ein unscheinbarer, aber alltäglicher Gegenstand. Meistens wird der Regenschirm nicht wahrgenommen – erst wenn die ersten Regentropfen fallen ist man froh, ihn doch eingepackt zu haben. Gerade in der kalten Jahreszeit ist er ein ständiger Begleiter und in jeder Fußgängerzone oder Straße zu entdecken.

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Doch wie kann so ein Alltagsgegenstand transformiert werden?

Regenschirme gibt es in allen möglichen Farben und Varianten: groß, klein, einfarbig, bunt, gemustert, etc.

Mit Hilfe der Regenschirme wird in dem beispielhaften Projekt etwas Farbe und Frühling in die Bäume gebracht. Hierbei kann man auch etwas über Farben an sich lernen. Welche Farben erzeugen welche Wirkung? Welche Wirkung wird hervorgerufen, wenn verschiedene Farben miteinander kombiniert werden? Wie wirken Muster in diesem Zusammenhang?

1Eine Weiterführung des Projektes könnte sein, es in der Innenstadt an sich auszuprobieren und durchzuführen. Wie wirken die Straßen vorher, wie durch die Schirme in den Bäumen nachher? Wie nehmen es die Bürger der Stadt wahr? Wie wirken andere Farbkombinationen?


Vermittlungskontext

Gerade im Kontext des Schulunterrichtes ist die Transformation eines Alltagsgegenstandes eine interessante Arbeit. Man kann sie gut als Einstieg für die Thematik der Objektkunst oder spezifisch der ‚ready mades‘ nutzen. Die Schüler/innen bekommen  den Auftrag, durch die Stadt zu laufen und sich ein oder zwei Alltagsgegenstände, die sie dort wahrnehmen, auszusuchen. Mit diesen Gegenständen sollen sie eine Transformation durchführen, ein eigenes Kunstwerk schaffen. Auf Grundlage der praktischen Arbeit kann dann in die Objektkunst oder die ‚ready mades‘ eingeführt werden. Eine Verknüpfung und Weiterführung der praktischen Arbeit könnte z.B. die Fragestellung sein, wie aus der eigenen Arbeit eine ready-made werden könnte.

Deborah Röske

Bild 1 Quelle:

http://www.br.de/nachrichten/regen-wetter-schirme-102~_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647.jpg%3Fversion%3D943bd