Augen auf, Kopf runter und los!

IMG_5596Wer kennt es nicht? Die Ferien haben angefangen und es wird nach Hause gefahren oder in den Urlaub. Zuhause ist alles bekannt und in dem fremden Land gibt es viel zu sehen und zu entdecken, Museen oder berühmte architektonische Werke. Es wird alles angeschaut und alles wichtige wird wahrgenommen. Jedoch, wer schaut schon auf den Boden?

In vielen großen deutschen und europäischen Städten gibt es auf dem Boden sehr viel zu entdecken. Nicht nur verlorene oder skurrile Gegenstände, sondern wahre Kunstwerke! Und die Rede ist nicht von dem „Walk of Fame“ in Hollywood.

Über Weihnachten war ich zuhause, im beschaulichen Dinslaken. Wie jedes Jahr und überall im Land wird in dieser Zeit sehr viel gegessen. Was gibt es also besseres als ein Spaziergang durch die neu gestaltete Innenstadt? Nicht nur des neue Einkaufszentrum hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, sondern auch der Gullydeckel auf dem ich stand als ich mir mein Schuh zugemacht habe.

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Nach dem ich einige Bilder von diesem Gullydeckel gemacht habe, bin ich mit offenen Augen durch unsere Innenstadt gegangen und habe noch einige andere interessante Gullydeckel photographiert. Einige Tage später war ich in Düsseldorf. Auch dort habe ich den Boden inspiziert und nach interessanten Gullydeckel Ausschau gehalten. Und siehe da, Düsseldorf hat wunderbare Muster auf ihren Gullydeckeln!

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Nach Weihnachten war ich in Paris, um dort Silvester zu verbringen. Wenn Dinslaken und die Landeshauptstadt Düsseldorf schon sehr interessante Gullydeckel haben, muss Paris, die Hauptstadt einer europäischen Metropole mindestens genauso spannende Gullydeckel zu bieten haben. Und genau das traf zu.

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Die Kinder sollen mit offenen Augen durch die Stadt gehen und alltägliche Dinge, auf die niemand sonst achtet, wahrnehmen. Ob mit Kameras, Pauspapier, Gips oder Salzteig ausgestattet, sollen die Schülerinnen und Schüler durch die Stadt gehen und alles registrieren was ihnen auf den zweiten Blick auffällt.

Außerschulische Lernorte

Außerschulische Lernorte sind dafür da, um die im der Schule erworbenen Kompetenzen in alltäglichen Situationen anzuwenden. Dadurch kann überprüft werden, wie die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzen aus dem Unterricht praktisch anwenden. Oder es kann beobachtet werden, in wie fern sich die Theorie in der Praxis vertiefen lässt und durch außerschulische Lernorte kann das schulische, das lebensbegleitende und das aktive Lernen gefördert werden.

Lernen sollte immer lebensnah sein und im realen Kontext zum Leben der Schülerinnen und Schüler stehen. Im Klassenzimmer reduziert die Lehrkraft bewusst die Komplexität der Realität, so kann Wissen aufgebaut und akkumuliert werden. Reale Situationen geben die wahre Komplexität des Gegenstandes erst vor beziehungsweise her und sie bieten einen sachlichen, funktionalen und sozialen Kontext welche das Klassenzimmer nicht bieten kann. Den Schülerinnen und Schüler wird greifbares, anschauliches und direktes Wissen geboten. Dieses Wissen können sie, anhand der im Klassenzimmer vermittelten Theorie, in „lebendiges“ Wissen umwandeln. Die Umwandlung der Theorie in der Praxis, durch den außerschulischen Lernort ist ein selbstgesteuerter, anwendungsbezogener und vernetzender Prozess.

Mögliche Aufgaben

Bild ausdrucken, zerschneiden und neu ordnen

Aus den geometrischen Figuren etwas konstruieren

Druckplatten aus Linol anfertigen

Bild vergrößern und eine Landschaft in oder auf den einzelnen geometrischen Figuren zeichnen

Bildausschnitte betrachten

Bild verfremden

Skulptur entwerfen

Collage anfertigen

Frau Juretschke