Kunst oder Schmiererei ?

GRAFFITI 


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Schmiererei  und Verunstaltung?
Oder moderne Kunstform und Jugendbewegung?

Ausdruck eines Lebensgefühls!

Element der Hip-Hop-Kultur!
Multikulturell und international!


„Dabei gab es Graffiti schon in der Antike. Sie sind eine uralte Form der Kommunikation.“
(Manuel Gerullis)

„Wer nur von Grau umgeben ist, denkt und lebt auch so. Städte sind steril, rein funktional konzipiert und anonymisiert. Farben und Formen wirken hier belebend und positiv. Jede Stadt hat eine Unzahl grauer, toter Flächen. Diese Flächen zu gestalten, zu beleben, Wege aufzuzeigen, wie Graffiti und urbane Kunst in das Stadtbild integiert werden können.“ (Aktion Farbenfroh, Manuel Gerullis)

Fotoaufnahme: Nina Berendsen - Nikon D3000 - Schlachthof Flensburg

Die Schüler und Schülerinnen sollen eine Stadtregistrierung vornehmen und dabei mit ihrer Handy- oder Digitalkamera auf dem Schulhof, dem Schulweg oder dem Weg in die Stadt Objekte fotografieren, auf denen sich Graffiti befindet. Durch diese ersten Eindrücke wird der Blick für Graffitis in der Umgebung geschult und erste Graffitischriften und -bilder werden kennengelernt. Die Fotos werden in der ersten Kunststunde präsentiert und Erfahrungen sowie Empfindungen können geäußert werden.

In der Unterrichtseinheit für die 8.-10. Klasse soll das Thema „Graffiti“ näher behandelt werden. An Lernstationen erfahren die Schüler und Schülerinnen mehr über Graffiti.


Station 1
Wissenswertes über Graffiti: Wie die Graffitikunst begann…
New York 1970 – Nachahmer – Jugendbewegung – tags & pieces – Graffiti-Stilrichtungen – Sprühtechniken – Writing – Hip-Hop-Kultur

Station 2 
Den Motiven der Graffitisprayer nachgehen…
Botschaften – gegen das Grau der Großstadt – Anerkennung – Namen machen – Mut

Station 3
Wer war Manuel Gerullis?
Heimatstadt Hessen – seit 1984 hip-hop infiziert – Events – Engagement – Meeting Of Styles (MOS)

Station 4
Rechtslage: Unerlaubtes Sprühen ist strafbar!
Vandalismus –  illegal – Straftat – öffentliche und private Gebäude – Reinigungskosten – freie Graffitiflächen der Stadt

Station 5
Bilddiktat: Beschreiben und Zeichnen
Person A beschreibt ein Graffitifoto und Person B zeichnet ein buntes Graffitibild

Station 6
Checkliste: Gestaltungsmittel des Style-Writing kennenlernen
Outlines (Formgebung und Zusammenfügen der Buchstaben)
Fill In (Ausgestaltung der Buchstaben mit Linien und Flächen, Farbgebung)
Blocks und Schatten (Erzeugen dreidimensionaler Effekte)
Background (Möglichkeiten zur Hintergrundgestaltung)

Station 7
Ein Graffiti entsteht: Schritt für Schritt Anleitung für die Erstellung eines Schriftzuges (eigener Name als Graffitischriftzug)
Merkmale eines Graffitis – Kreativität – Originalität – Sorgfältigkeit

Station 8
Poesie: Was sagt das Graffiti aus?
Schüler wählen ein Foto aus und schreiben fünf Zeilen dazu auf


„Und ich denk’, dass viele Menschen, die ein Problem mit Graffiti haben, erstmal … die negativen Aspekte sehen … eben das Zeichensetzen in der Stadt – seinen Namen irgendwo schnell hinsprühen und „Ich war da“ und all diese Dinge und – ich sag mal – illegale Graffitis an historischen Gebäuden und solche Dinge halt … und das ist verständlicherweise auch vielen Leuten ein Dorn im Auge. Aber, die Projekte, die wir machen, das sind Brachflächen, Grauflächen, hässliche Wände, die wir mit unseren Bildern beleben. Und das finden die Bürger aller Generationen durchweg positiv.“(Reaktionen der Bevölkerung auf Graffiti, Manuel Gerullis)

Nina Berendsen