StadtMenschFarbe

88bStadtMenschFarbe – Ein Serie aus Fotografien, die in den beiden Grenzstädten Sønderborg – in Dänemark und Flensburg entstanden sind. Aus der gemeinsamen Aufgabe von dänischen und deutschen StudentInnen, das Thema Farbe/Farve in den beiden Städten einzufangen, ist unter anderem dieses Projekt entstanden.

Es zeigt die Menschen, die die beiden benachbarten Städte zu dem machen, was sie sind. Es sind die Menschen, die neben den bunten Häuserfassaden, Plakaten und Schaufenstern, der Stadt ihre Farbe geben.

von Adina Rott

Sønderborg

Begonnen hat die Motivsuche in Sønderborg. Der Tag war eher kalt und grau – Ein Apriltag. Interessant war es, die Fußgänger erst einmal zu beobachten, wie sie an einem vorbei-eilten. Schwarz war an diesem Tag eine gefragte Kleidungsfarbe. Aus den schwarzen Mänteln und Jacken heraus, habe ich dann PassantInnen angesprochen, die mir mit ihren leuchtenden Farben ins Auge gefallen sind.

Sønderborg5bÜberrascht war ich, wie offen die DänenInnen mir gegenüber traten. Manche hatten sogar richtig Spaß daran, zu posieren und haben mir Fragen zu dem Projekt gestellt.

Um eine Verbindung zur Stadt herzustellen, habe ich dann auf die Suche nach Farben begeben, die sich in den Farben der Kleidungsstücke wiederfinden.

Flensburg

Die Sonne schien und die Suche nach interessanten Menschen und ihrer Kleidung ging in Flensburg weiter. Erzählenswert ist, dass ich in Flensburg zwar auf viel mehr Menschen gestoßen bin, diese aber oftmals nicht bereit waren, fotografiert zu werden. Viele von ihnen haben noch einmal verdeutlicht, dass ihr Foto nirgendwo veröffentlicht werden sollte. Andere wollten erst gar nicht, dass das Gesicht auf dem Bild zu sehen ist.

55bEs ist außerdem interessant zu sehen, dass die PassantInnen in Flensburg oftmals knallige Windjacken in den Farben grün oder Violett tragen.


Fazit

Ich persönlich fand es sehr spannend zu sehen, wie die einzelnen Menschen auf meine direkte Ansprache reagierten. Während in Dänemark, wo deutlich weniger Passanten unterwegs waren, viele freudig in die Kamera gelächelt haben, waren sie in Flensburg eher skeptisch. Es war ein größeres Problem und eine häufige Frage, wo die Bilder denn letzten Endes veröffentlicht werden sollten. Wegen dieser Skepsis, mussten viele Fotos schnell und spontan geschossen werden und als Resultat kann man sehen, dass die DänInnen viel fröhlicher in die Kamera blicken, als ihre deutschen NachbarInnen.

Das Projekt hat mir gerade deshalb so viel Spaß bereitet, da ich mit den einzelnen Menschen in Kontakt treten konnte und sich oftmals kurze Gespräche entwickelt haben. Ich finde es mutig, dass sie alle, hier geziegten Personen, zugestimmt haben, fotografiert zu werden und freue mich über das Resultat.

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Slideshow mit allen ausgewählten Fotos