Zwischen Flüchtlingskrise und Apokalypse

lddKunst mit dänischen Studenten in einer Kunstschule in Sonderburg – wer würde dazu nicht „ja“ sagen? Genau das, was ich mir vorstellte, erwartete uns Flensburger in Dänemark auch: eine kleine Schule mit sehr netten Leuten, die uns freundlich in Empfang nahmen. Zunächst standen wir vor der Wahl: Malerei oder Performance zu belegen. Ich entschied mich, wohl nicht zuletzt wegen des schrägen Künstlers, für den der Malerei, nachdem ich jedoch das Thema hörte, kam ich ins Wanken:Das Thema des Malereiworkshops lautete „Flüchtlinge und Apokalypse“, „Flüchtlingskrise und Apokalypse“ oder „Flüchtlinge“ und „Apokalypse“ – der Künstler war sich wohl selbst nicht ganz sicher. Nun, nachdem er uns eine Reihe von Bildern, die das Thema der Apokalypse beinhalteten, sowie zeitgenössische Künstler und Altmeister vorgestellt hatte, lag es an uns, etwas aus dem Thema zu machen.

Ich tat mich schwer auf die Schnelle ein paar Skizzen anzufertigen. Was sollte man von einer Verbindung der gegenwärtigen „Flüchtlingskrise“ und einer Apokalypse halten? Es klang mir selbst viel zu negativ behaftet, doch dann ließ ich mich drauf ein und fertigte einige Skizzen an.

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Am Ende entschied ich mich dafür, nicht zu abstrakt zu werden und fasste den Entschluss einen Totenkopf zu malen, der eine Karte des Mittelmeeres auf seiner Stirn trägt – waren doch schon zu viele der flüchtenden Menschen in den völlig überfüllten Booten auf dem Weg über das Mittelmeer nach Europa zu Tode gekommen. Um mit dem Malen zu beginnen, begaben wir uns in den Keller der Sønderjyllands Kunstskole, wo sich das Atelier befand, bespannten wir unsere Leinwände und legten los.

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Nina Demoulin